Die Schwarmzeit geht wieder los – Bitte meldet Euch bei uns!

Liebe MünchnerInnen,

jedes Frühjahr erleben wir, dass Teile von Bienenvölkern ausschwärmen, um sich eine neue Wohnung zu suchen. Die Hauptschwarmzeit der Bienen liegt im Mai. Nach dem Auszug lassen sie sich in der näheren Umgebung meist in einigen Metern Höhe am Ast eines Baumes nieder. Dies könnte in etwa so aussehen:

Schwarm im Frühling

Schwarm im Frühling

 

In diesem Jahr ist die Schwarmzeit vorüber.

Im kommenden Jahr werden wir an dieser Stelle die Schwarm-Telefonnummern der Stadtimker bekannt geben.

 

 

Ihr Summen ist in der Umgebung oft gut zu hören. Bevor das Bienenvolk jedoch fündig geworden ist und sich an einem anderen Ort seiner Wahl niederlässt, sind Sie gefragt.

Die meisten Bienenvölker können heute nicht mehr alleine überleben, ohne dass ein Imker für sie sorgt. Wenn Sie uns möglichst zeitnah mitteilen, sobald Sie einen Bienenschwarm entdeckt haben, helfen Sie dem Bienenvolk so, am Leben zu bleiben. Damit retten Sie die Tiere, die wir so notwendig in unserer Umwelt brauchen.

Es gibt keinen Grund, etwas zu befürchten. Geschwärmte Bienen sind friedlich. Sie sind in fröhlicher Umzugsstimmung und damit so sehr beschäftigt, dass sie nicht an Stechen denken.

Bienen sind keine Haustiere und lassen sich nicht einzäunen, anleinen oder belehren. Wir tun einiges dafür, dass unsere Bienen möglichst nicht ausschwärmen. Doch trotz aller Maßnahmen kann es gelegentlich vorkommen, dass mal ein Schwarm entwischt.

Wenn Sie einen Bienenschwarm in einem der Münchner Stadtteile sehen, können Sie unsere Ansprechpartner für Schwärme einfach telefonisch kontaktieren. Wir schicken dann umgehend einen erfahrenen Imker vorbei, um den Schwarm einzufangen. Damit geben Sie den Bienen eine realistische Chance zu überleben.

Für Interessierte hier noch einige weitere Informationen über das Schwarmverhalten der Bienen.

Dieses Schauspiel ist der natürliche Vermehrungsweg der Honigbiene. Besonders starke, gesunde Bienenvölker schwärmen häufiger, vor allem dann, wenn der Platz in ihrer aktuellen Behausung zu eng geworden ist. Eine Reihe von erfahrenen Späher-Bienen sind nun für einige Zeit damit beschäftigt nach neuen geeigneten Behausungen zu suchen, diese zu besichtigen und zu bestimmen, welche der gefundenen Plätze das am besten geeignete neue Zuhause darstellt. Es ist interessant, zu beobachten, dass die Bienen untereinander demokratisch abstimmen, welcher Platz ihnen am besten zu sein scheint.

Die Gründe dafür, dass Bienen ohne Hilfe von Imkern nicht überleben können, sind durch vielfältige Eingriffe des Menschen hervorgerufen. In erster Linie sind es züchterische Maßnahmen, die in erster Linie auf hohen Honig-Ertrag und  Friedlichkeit ausgerichtet sind. Zu deren Gunsten wird die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten vernachlässigt. Die kann man ja behandeln. Sie müssen aber auch behandelt werden, sonst geht das Bienenvolk ein.

Dazu kommt, dass in landwirtschaftlichen Monokulturen den Bienen oft ein nicht ausreichendes Trachtangebot zur Verfügung steht. Wurde ein Feld abgeerntet, ist plötzlich ihre Nahrungsquelle fort. Hinzu kommt der massive Einsatz von Neonikotinoiden und anderen Pestiziden in der Landwirtschaft, die das Orientierungsvermögen der Bienen so weit schädigen, dass sie zu ihrem Bienenstock nicht mehr zurück finden. Auch die Verbreitung der ursprünglich in Asien beheimateten Varroa-Milbe und von ihnen übertragene Viruskrankheiten kommen hinzu.

Wenn Sie den Bienen also etwas Gutes tun möchten, rufen Sie bitte an. Um alles Weitere kümmern wir uns dann.

Wir möchten alle Tierfreunde, die sich für das Überleben von Bienen einsetzen wollen, ermuntern, alle Möglichkeiten wahrzunehmen, die zum Verbot von bienenschädigenden Substanzen wie Neonikotinoiden oder Glyphosat führen. Nachdem das EU-Parlament sich vor kurzem für eine weitere Zulassung des von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuften Glyphosats ausgesprochen hat, versuchen aktuell beispielsweise Campact oder das Umweltinstitut München mit einem Appell an den Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) auf das Verbot von Glyphosat hinzuwirken. Auch Sie können beide Aufrufe unterzeichen!

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