Über uns

Willkommen auf Stadtimker.de – wir sind ein offenes Netzwerk von Münchner Imkern, Wildbieneninteressierten, Schwarmfängern, urbanen Gärtnern, hoffnungslosen Honigjunkies und manischen Bienenstreichlern!

Was uns verbindet

und dich mit uns sicherlich auch, sind die Begeisterung über und Zuneigung zu diesen Tierchen. Oder warum bist Du hier?

Was uns beschäfigt

sind die Sorgen und Nöte der Bienen und Ihrer Verwandten. Auf dem Land macht Ihnen der landwirtschaftliche Strukturwandel zu schaffen: Flurbereinigung und große Monokulturen, weniger extensiv genutzte Flächen, Verarmung der Pflanzenvielfalt aufgrund von Überdüngung und Herbiziden, direkte Gefährdung der Tiere durch Insektizide (z.B. Neonikotinoide), Wandel der Nutzpflanzen („Vermaisung“ und Energiepflanzen). In der Stadt ist die Imkerei ein anhaltender Trend mit ganz anderen Rahmenbedingungen: andere Trachtpflanzen, Aufklärung von Mitmenschen, Vandalismus, Standplatz-Akquise, höhere Imkerdichte. Unabhängig vom Standort kämpft jeder Imker mit dem Parasit Varroa Destructor, ein eigenes großes Kapitel.

Was wir machen

  • Fachlicher Austausch über Vereinsgrenzen und Interessensgruppen hinweg, bei monatlichen Treffen im Richelbräu
  • Betreuung des Schwarmtelefons und der „Wespen/Wildbienen/Hornissen“-beratung
  • Journalisten Frage und Antwort stehen
  • Auf Veranstaltungen wie Thementagen und Messen informieren
  • Bei der Standplatzsuche und anderen Themen der städtischen Imkerei unterstützen
  • Mitstreiter für Projekte im Zeichen der Biene finden, z.B. Stadtteilhonig, Varroaresistenzzucht (Mondscheinbegattung, VSH-Zuchtprogramme),  Schritte zur Klotzbeute, gemeinsamer Stockwaagenbau, … dein Projekt?
Stadtimker Übersicht

Unsere Schwerpunkte

Wer wir sind

Ronny Andrä

Ronny Andrä

Ronny Andrä

Hallo, mein Name ist Ronny Andrä. Eigentlich wollte ich nur entspannen, als ich damals auf der Couch meiner Schwiegereltern lag und Fernsehen sah. Dann wurde allerdings eine Dokumentation über Bienen gezeigt, die auf den Dächern von Berlin-Kreuzberg leben. Angefixt von der Idee, selbst Bienen zu halten, stürmte ich sofort die nächste Bibliothek und anschließend den Imkerverein München-Nymphenburg. Nun blieb nur noch die Frage nach einem passenden Standort. Schnell hatte ich das Flachdach unserer Mietwohnung in München-Sendling im Hinterkopf. Da die Hausverwaltung die Dach-Idee nicht so gut fand und meine Frau nicht schnell genug „Nein“ sagen konnte, stand im Mai 2012 mein erstes Volk auf unserem Balkon. Dort steht es bis heute und ist auch für meine Frau nicht mehr wegzudenken. Schnell bemerkte ich, dass mir der zeitlich begrenzte Rahmen zum Austausch mit anderen Jungimkern im Verein nicht ausreichte. Die Idee eines Jungimker-Stammtisches entstand und wurde auch von anderen gerne angenommen. Der Stammtisch wuchs schnell über die allgemeinen Bienenthemen hinaus. Um Wissen und Kontakte noch besser zur vernetzten und den Jungimkern ein „Gesicht“ zu geben, entschieden wir uns, das bereits bestehende Stadtimkerportal wiederzubeleben. Aus einem ersten Volk auf dem Balkon sind ein Jahr später sieben Völker an verschiedenen Stellplätzen geworden. Besonders dankbar bin ich Andreas (Bock). Er gestattete mir in meiner größten Not auf der Suche nach einem Stellplatz, mein zweites Volk bei ihm auf der Stemmerwiese in Sendling aufzustellen. Im Oktober 2012 kam das Team der IG-Feuerwache auf mich zu. Sie betreiben einen interkulturellen Garten im Westend. Und was liegt näher als Bienen im Garten? Meine Bienen schließen jetzt den ökologischen Kreislauf und bestäuben fleißig Erdbeeren, Himbeeren und Co. Und pünktlich zum Tag des Bieres und des Buches kam Günther Baumann vom Richelbräu in Neuhausen auf mich zu. Er hatte den Wunsch, Bienen aufzustellen mit dem Hintergedanken, den Honig für Honigbier zu verwenden. So wurde der 23.04.2013 vom Tag des Bieres und des Buches um den „Tag der Bienen“ erweitert und die Beute im grünen Innenhof der Hausbrauerei aufgestellt. Für mich ist es das Schönste, Kindern und Interessierten die faszinierende Welt der Bienen praktisch zu zeigen und vor allem die wesensgemäße Bienenhaltung näher zu bringen.


Andreas Bock

Andrea Bock

(c) www.fotobocks.de

Eigentlich suchte ich im Netz nur nach einer Telefonnummer eines Münchner Imkers und landete schließlich auf „stadtimker.de“. Die Idee fand ich sofort gut. Traf mich mit Daniel zum Gedankenaustauch. Beim zweiten Treffen war Ralf dabei, um den ersten Münchner-Honigabend mit vorzubereiten. Der Zuspruch des Abends motivierte, weitere Ideen auszuhecken und Neues auszuprobieren, um mit Vernetzungsarbeit und wesensgemäßer Bienenhaltung in der Stadt,  die beginnende Sensibilität vieler für unsere Umwelt zu fördern.
Es liegt an uns, ob die Bienen überleben und wir uns an der Artenvielfalt in der Natur erfreuen oder sie in den grünen Wüsten einfach verhungern oder durch Nervengifte zugrunde gehen. Die Bienen sind der Spiegel unserer Umwelt.

Selber baue ich eine kleine Demeterimkerei auf, unterstütze den Aufbau von Schulimkereien, mache Obstbaumschnitt und beschäftige mich mit politischer Aktions-Fotografie. Jetzt suche ich nicht mehr nach Telefonnummern im Netz, sondern nach ImkerInnen, die mit mir einen Bienenstand in der Stadt betreiben oder ein Plätzchen oder ein Dach zur Verfügung stellen können.


Julia Gößwein und Martin Vellinger

Martin + Schwarm

Unser erstes Volk haben wir uns an einem schönen Junitag im Glockenbachviertel aus einer Robinie „geangelt“. Es sollte im selben Jahr noch ein weiteres werden, dass sich einen Starenkasten ausgesucht hatte, der fürs Überwintern viel zu klein gewesen wäre. Mit diesen beiden Völkern, Bruno und Mathilda, fing es bei uns mit der wirklichen Begeisterung an. Klar, da war erst einmal die Aufregung tausende vermeintliche Individuen fangen zu können und dann dieses tolle Erlebnis, als die ganze Bienenschar von selbst zielstrebig ins neue Zuhause gelaufen ist. Man könnte diese Liste lange fortführen. Zuletzt haben wir 10 Völker ausgewintert, und ja, sie haben immer noch alle Namen. Was verbinden wir mit den Stadtimkern? Wir schätzen insbesondere die fundierten Diskussionen mit netten Leuten, helfen beim Schwarmtelefon mit und betreuen auch mal Infostände.


Kristin Mansmann

Kristin Mansmann

Kristin Mansmann

Hallo, ich bin Kristin Mansmann. Schon während meiner Schulzeit schwirrten diese kleinen faszinierenden Insekten durch mein Leben. Mein Bruder und ich hatten mehrere Bienenvölker im Garten stehen.
Nach 18 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in der Unternehmenskommunikation zog es mich schließlich zurück in die Natur und zu den Bienen und es entstand meine Bioland-Imkerei Berg & Blüte. Wie der Name schon vermuten lässt, imkere ich nicht nur in der Stadt, sondern auch in den schönen bayerischen Bergen. Glück pur! Ich engagiere mich im ökologischen Landbau. Zum einen als Imkerin im Anbauverband Bioland als auch in der Genussgemeinschaft Städter und Bauern.


Peter Niedersteiner

Peter Niedersteiner

Ich genieße beim Imkern meine Zeit zum Lernen, Beobachten und Arbeiten draußen in der Natur. Die Honigbiene stellt für mich eine Art Fenster dar. Wenn ich in den offenen Kasten blicke, kann ich viel über den aktuellen Zustand meiner Umwelt erkennen. Dabei finde ich täglich neue Herausforderungen mir Fragen zu stellen, um die ökologischen Gesamtzusammenhänge, um mich herum verstehen, bewundern und schützen zu lernen. So habe ich mich in den letzten drei Jahren intensiv mit Bienen und imkerlicher Praxis beschäftigt, wodurch mein Weg auch zu den Stadtimkern München führte. Aktuell bereite ich meine Promotion zum Thema „Imkerei-Wissen im Wandel – Zugang, Generierung und Weitergabe“ vor. Ich denke, dass es an der Zeit ist den Menschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, die Bienen halten, um besser verstehen zu können wie sie ihr praktisches Imkerei-Wissen erlernen, wo sie dieses weiterentwickeln, diskutieren und weitergeben, welche Probleme sie beschäftigen, und wie sie in Zukunft unterstützt werden könnten.


Felix Remter

Felix Remter

Felix Remter

Bienen und nur sie alleine können diesen unglaublich leckeren und gesunden Honig, das geheimnisvolle und schöne Bienenwachs und das mächtige und uralte Heilmittel Propolis herstellen. Für mich war also schon als kleines Stadtkind klar, dass Bienen nicht nur genial sein müssen sondern trotz Stachel und Gift eindeutig zu den Guten gehören.
Als 16jähriger Praktikant habe ich in Cornwall einen Imker kennengelernt. Dieser einfache Mann wusste so viel über die Zusammenhänge in unserer Umwelt, dass ich immer wieder zu ihm ging um mir seine Geschichten anzuhören. Als ich ihn mal fragte, woher er das alles wisse, meinte er: You’ll learn with the bees. Ziemlich lange trug ich also das eher diffuse Bedürfnis in mir, etwas von den Bienen zu lernen.
Da Vereine nun nicht so mein Fall sind, war es schließlich notwendig, nette Leute kennenzulernen, die ebenfalls nach einem eigenen Weg zu Bienen in der Stadt suchten. In unserem Münchner Stadtimker Kollektiv arbeiten erfahrene und Jungimker in verschiedenen Projekten auf Augenhöhe zusammen. Jeder bringt das mit ein was er kann. Zuerst übte ich mich gemeinsam mit Sebastian Wendlandt an der Bienenkiste. Mit etwas Erfahrung bauten wir dann zusammen die Honigpumpe auf. Bald kam die kollektive Arbeit am Münchner Stadtteilhonig dazu, auf die ich mich dann irgendwann ganz konzentrierte.
Meine Bienen im Lehel verbinden heute die Besucher und vielen Mitarbeiter vom Münchner Museum für Völkerkunde und dem Berufsverband Bildender Künstler. Und sie brachten das Haus der Kunst, die Goldene Bar und die Surfer am Eisbach in einer ganz neuen Erfahrung zusammen. Gemeinsam mit meinen Bienen versuche ich immer wieder verschiedene Menschen und Institutionen zusammenzubringen. Und wer sich einmal für den Kosmos der Biene geöffnet hat, der kommt nur schwer wieder davon los.


Angela Schelling

Angela Schelling

Nachdem ich mit meiner Familie den Film „More than honey“ gesehen habe, war für mich klar, daß ich Imkerin werden möchte. Vorher hatte ich nie etwas mit Bienen zu tun, aber der Film hat irgendetwas in mir ausgelöst. Ich fing an, mich intensiv in das Thema einzulesen und war sehr dankbar, bei den Stadtimkern Gleichgesinnte zu treffen, mit denen ich meine vielen Fragen besprechen konnte.

Mittlerweile imkere ich seit einigen Jahren nach den Bioland Richtlinien und habe meine Völker sowohl in München als auch im Chiemgau stehen. So kann ich ganz unmittelbar die Unterschiede von Stadt und Land mit ihrem Einfluß auf die Bienen beobachten. Durch die Imkerei habe ich einen viel intensiveren Bezug zu den Jahreszeiten und der Natur bekommen – und der Kosmos der Bienen übt nach wie vor eine unglaubliche Faszination auf mich aus.


Doris Schuppe

stadtimker.de :: DoSchu

Doris Schuppe

Im Sommer 2010 hatte mein Bruder in seinem Garten in Köln ein Bienenvolk zu Gast. Zu Weihnachten überraschte er uns mit einem Honig, der so lecker, blumig und vielfältig schmeckte, dass ich ihm kaum glauben mochte, dieser stamme von „seinen“ Bienen!
Davon inspiriert habe ich mich auf die Suche nach Stadtimkern in München gemacht – und den 1. Münchner Honigabend besucht. Das Projekt Stadtmimker.de hat mir so gefallen, dass ich es aktiv unterstützen und vorantreiben möchte.

Als Kommunikationsprofi mit Schwerpunkt Social Media und studierte Biologin (Diplomarbeit übrigens zu den Gesängen von Laubheuschrecken) helfe ich dem Netzwerk Stadtimker.de, informative, unterhaltsame oder nützliche Beiträge zu schreiben. Auf meinem Stadt-Balkon gibt es neben Nahrung für Bienen und Hummeln auch zwei Wildbienen-Hotels (inzwischen mit Schutz vor dem Buntspecht, der sie als spannende Nahrungsquelle entdeckte).


Daniel Siever

Daniel Siever

Durch die Neurobiologie/Verhaltensbiologie und ein Interesse an sozialen Insekten bin ich über Umwege zur Imkerei gekommen. Die Biene hat ein winziges (1 mm³), aber extrem leistungsfähiges und lernfähiges Gehirn. Aus dem Versuchstier wurde in den letzten Jahren ein ganzheitliches Hobby, ohne dass die naturwissenschaftliche Faszination nachgelassen hat. Besonders komplexe Selbstorganisationsprozesse interessieren mich. Darüber hinaus bin ich an biologischer Forschung, Philosophie/Ethik und Mensch-Tier-Beziehungen interessiert. Ich imkere an einem Gymnasium mit meinen beiden ehemaligen Schülern David und Philip. Wir haben Dadant- und Zander-Beuten sowie die Bienenbox und weitere Systeme. Außerdem geben wir zusammen Kurse bei Stadtbienen.org. Link zu unserem Blog: karlsbienen.wordpress.com.

Diana Ulich

Diana Ulich

Diana Ulich

Vor einige Jahren war ich beim Tag der offenen Tür eines Münchner Imkervereins.
Ich fand es wahnsinnig spannend, was sie dort alles über die Bienen und die Entstehung von Honig erzählten und je mehr ich nachfragte umso mehr bemerkte ich, wie mich die Bienen in ihren Bann zogen.
Zu guter Letzt erfuhr ich, dass es relativ einfach sei, Imker zu werden – ein Zweitageskurs und fertig. Gesagt getan, im darauffolgenden Frühjahr konnte ich es kaum erwarten, bis der nächste Imkerkurs endlich stattfinden sollte.
Nach so einem Zweitageskurs raucht einem erstmal richtig der Kopf und Imker ist man dann auch noch nicht, denn dazu muss man neben Theorie natürlich auch praktisch mit den Bienen umgehen können. Und genau hierfür ist es wichtig ein Netzwerk von Imkern zu haben, um Erfahrungen auszutauschen.

Ich bin noch immer fasziniert von dem System – Bienenstaat, von den Fähigkeiten der Bienen und zu guter Letzt von der Entstehung eines so wunderbaren Nahrungsmittels.
Durch die Bienen bin ich nun viel näher an den Abläufen in der Natur dran. Ich weiß zum Beispiel mittlerweile, dass es Sommer- und Winterlinden gibt, wann diese blühen; dass sie viel Nektar liefern, aber kaum Pollen erzeugen. Das alles verstärkt mein Bedürfnis, mich für eine intakte Umwelt einzusetzen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.